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Samstag, Februar 11, 2012

Ban Neo-Nazis from Desecrating the Dignity of Lithuania’s Independence Day.

Greetings,

I just signed the following petition addressed to: Ambassador Zygimantas Pavilionis (Lithuanian Ambassador to the US)

Dear Ambassador Pavilionis,

It is my understanding that the municipality of Vilnius has issued a permit to the Lithuanian Nationalist Center and the Union of Lithuanian Nationalist Youth for a parade to take place in Vilnius on March 11, 2012 – Independence Day in Lithuania. These two neo-fascist organizations have blatant records of extremist public anti-Semitism. The theme of their parade will be "Homeland." Its participants will march from Cathedral Square along Gedimino Prospect to Lukiškių Square. Up to 2,000 individuals are permitted to take part in this march.

What kind of message is a neo-Nazi march on the main boulevard in the center of the capital of an EU/NATO/OSCE member nation, proceeding legally on the nation’s Independence Day?

Last year during the Independence Day neo-Nazi parade, Vilnius’s only functioning pre-war synagogue was defaced with the words “Juden raus.” The participants in the parade displayed fascist symbols and chanted Nazi German slogans against ethnic minorities. Last year there were about 1,000 participants; this coming March 11 permits no more than 2,000. Is this the chilling forecast of a spreading malignancy among Lithuania’s youth?

On one of the proudest and most meaningful days on the Lithuanian calendar, these affronts serve as terrifying and painful memories for the country’s small minorities of Jews and Roma, and to ethnic Russians, Poles and others who have been targets of abominable chants in previous years. They are also insults to all decent Lithuanian citizens as well as blemishes on their government who will tolerate these indignities. It is an affront to the free world that can only cause damage to Lithuania’s standing in the world.

Please ensure at the earliest time that these permits will be revoked. Please ban these neo-Nazi parades from the beautiful streets of the magnificent capital of Vilnius.

Respectfully,
Olga Zabludoff

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Ban Neo-Nazis from Desecrating the Dignity of Lithuania’s Independence Day

For the fifth time in the past five years a neo-Nazi parade (this year with a permit enabling a maximum of 2,000 participants) will march through the heart of Vilnius on March 11, Independence Day, one of the proudest and most significant days for the people of Lithuania. The neo-Nazi theme will be “Homeland.” Their display, if permitted by the government, will be taken by extremists throughout the region and Europe as a stamp of growing approval of neo-Nazi activities and a signal that the murder of about 95% of Lithuania’s Jewry during the Holocaust, largely by local collaborators, is taken lightly by today’s government.

Help us ban this blemish on a day reserved for the celebration of the internationally acclaimed bravery of the March 11th 1990 declaration of independence that was and continues to be a source of inspiration to all nations seeking freedom from oppression and foreign domination. Allow Lithuania a Day of Dignity. Help combat racism and anti-Semitism with your signature.

Donnerstag, Mai 05, 2011

Schreiten immer breiter und selbstbewusster

Eine Nachlese von dem litauischen Marsch der Neonazisten am 11.03 von Milan Chersonskij

Menschen gewöhnen sich an alles. Gewöhnen sich auch an den alljährlichen Marsch der Glatzköpfigen. Wobei warum der Glatzköpfigen, warum nur solcher mit tätowierter Swastika auf dem Kopf oder im Nacken? Gar nicht notwendig. Es ist wünschenswert, wenn es die Möglichkeit gibt, sich kahl zu rasieren und sich ein Tattoo im Geiste der Symbolik des Dritten Reiches zu stechen, doch es ist nicht notwendig. Manche Demonstranten haben nicht mal schwarze Jacken oder schwarze Hosen, die in Springerstiefel eingesteckt sind, an. Und solange die volle Uniform nicht vorhanden ist, reichen auch normale Kleider. Hauptsache - im Reih und Glied.

Noch vor nicht allzu langer Zeit, vor zwei Jahren marschierten sie auf der Hauptstrasse der litauischen Hauptstadt, trugen Transparente mit Nazi-Attributen und die Farben der Landesflagge gemischt mit Flaggen mit Swastika, Schädeln, anderer Nazi-Symbolik, schrieen alle 3-4 Minuten "Juden raus", "Lietuva -lietuviams" (Litauen den Litauern), "Vienas, du, trys su puse –grazi Lietuva be rusu" (Eins, Zwei, Drei ein Halb - schön ist Litauen ohne die Russen!). Und ein lustiges Abzählreim, der mit einem wunderbaren Wunsch endet: "Imkit, broliai, pagaliuka, ir uzmuskit ta zyduka" (Nehmt Brüder ein Stöckchen und tötet diesen Juden). In der Geschichte, an die sich die alten Leute noch erinnern, nahmen sie es wörtlich. Kein Stöckchen, aber ein echtes Gewehr, Maschinengewehr, Klingen, Schaufeln, Eisenstöcke, alles was unter die Hand kam und töteten. Keinen virtuellen Juden aus dem "lustigen" Liedchen, sondern real-existierende 220 tausend litauische Juden von den 240 tausend der vor dem Krieg hier lebenden jüdischen Bevölkerung.

Die Kolonne geht gewöhnlich im Zentrum des Gedimino Prospektes. Die Polizei bewacht die Neonazis von ungehaltenen und unerzogenen Passanten, die den Gang der Prozession stören möchten. Vor der Kolonne und nach ihr fahren Polizeiautos.

Manche beruhigen sich: das sind doch nicht die Veteranen der Bataillonen der Luftwaffen-SS, die alljährliche Aufmärsche in Riga veranstalten. Hier in Vilnius marschieren junge Leute. Die Jugend - was will von ihr! Nichts! Flippen aus und werden normale Leute. Eine Beamtin der Polizei sagte irgendwarum auf einer Pressekonferenz, dass aus solchen Leuten auszeichnete Erbsenzähler werden. Wer schenkte ihr diesen ausgezeichneten Gedanken? Also, wenn man optimistisch die Teilnehmer des Marsches betrachten würde, dann wird Litauen bald keine überzeugte Nazis, sondern gute Bankiers und Mathematiker bekommen, die für das Aufblühen des Finanzsystems und Mathematikwissenschaften sorgen werden. Man sollte nur hoffen und glauben.

Doch manchmal gibt es Geschehnisse die Vermutungen anstellen lassen, dass es zwischen den Skinheads nicht nur potentielle Bankiers und Mathematikleuchten gibt, sondern auch künftige Kunstmaler. In der Nacht zum 9.Av 5769 (9. Av ist ein tragischer Tag in der jüdischen Geschichte, es wurde für Juden zu einem Symbol aller Verfolgungen und Unglücke, die dem jüdischen Volk zuteil wurden, hier ist der 30. Juli 2009 gemeint) haben sie so das Gebäude in der Strasse Pilimo 4., wo sich die litauische jüdische Gemeinde befindet, ausgemalt, dass die Fotoserie mit ihren Graffitis in vielen Zeitungen aller Kontinente erschienen ist. Das Gebäude des LJG im Zentrum der Hauptstadt was mit zahlreichen schwarzen Swastikas übersät; mit denselben Farben wurden die Schilder der Gemeinden von Vilnius und Litauen beschmiert; auf den Rollläden, die einen Ausgang in das Gebäude verschliessen wurde ein aufgeknüpftes Männchen gemalt - ein klares Zeichen der wirklichen Ziele der Vandalen; auf den Wänden wurde mehrere Male mit der schwarzen Farbe das Motto der Nazis "Juden raus!" gesprüht und ein dreckiges litauisches Schimpfwort.

Wie es aussieht ist der Angriff nicht von einem ausgeflippten Heranwachsenden durchgeführt worden, wie die Vertreter der Justiz erklären möchten, sondern von mehreren Personen, die womöglich zu einer nazistischen Organization gehören. Das Ziel der Aktion ist es eine Beleidigung den Juden Litauens zuzufügen und zwar am Tag des 9. Av. Die Absicht dieser Aktion wurde auch unterstrichen, weil zu der gleichen Zeit in Panevezis zu der gleichen Zeit das Schild der jüdischen Gemeinde der Stadt beschmutzt wurde.

Gewöhnlichen finden die Märsche der Neonazis am 11. März statt, am Tag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens. Es scheint man soll denjenigen recht geben, dass das keine Skinheads wären, sondern richtige Patrioten, die Zukunft des Landes.

Wie es aussieht, sind ihnen auch Reformen nicht fremd: letztes Jahr während der Feier der 20-jährigen Unabhängigkeit des Landes haben ca. 500 junge Leute - Ultranationalisten, Skinheads und ihnen verwandte Gruppierungen, die in Litauen manche als "Nationalisten" bezeichnen, den Staatsfeiertag wieder mit dem traditionellen alljährlichen Marsch gefeiert, warum sollte man etwas ändern, was wunderbar ist? Alles war wie früher, derselbe Kontingent, dieselben zornigen Gesichter, dieselbe schwarze Kleidung, dieselbe zielgerichtete Bewegung, Grausamkeit, Misanthropie und Aggressivität. Die Demonstranten sahen aus, als ob sie nicht auf eine Feier gingen, sondern zum letzten und entscheidenden Kampf. So verstehen sie wohl die Feier.

Doch es gab auch was Neues. Bei den Transparenten sind die schwarzen Swastikas mit Schädeln und Knochen der Nazi-Division "Totenkopf" verschwunden, ebenso andere Requisiten des Hitlernazismus, die normalerweise so von dem Nazi-Skin Kontingent so geliebt werden.

Die Auswahl an Mottos hat sich minimiert. Die Demonstranten skandierten nicht wie in letzten Jahren "Juden raus!" oder die litauische Entsprechung "Zydai – lauk!", schrieen nicht "Litauen ist schön ohne die Russen!", sangen nicht den Kinderzählreim, in dem man das Stöckchen nehmen soll und "diesen Juden" töten. Von den "Mottos" blieb nur "Litauen! Litauen!", "Litauen - für die Litauer!", "Sei stolz und verteidige Dein Litauertum!" übrig.

Man hatte den Eindruck, als ob irgendein Zensor mit entschlossener Hand alles unnötige rausgestrichen und nur den Kern übriggelassen hat - den nationalistischen Charakter der Organization.

Vielleicht geschehen solche "revolutionäre" Transformationen aus dem Beschluss des Sejms heraus die Vorführung der sowjetischen und nazistischen Symbolik zu verbieten. Wobei sich die Gesetzgeber umsonst Sorgen um die sowjetische Symbolik machen: sie wird auch ohne besondere Gesetze in Litauen nicht vorgeführt. Vielleicht nur wenn die friedlichen Veteranen während der Festtage ihre verdiente Orden, die sie während des Krieges gegen Nazismus bekommen haben, anziehen.

Was die nationalistische (lies - ultranationalistische, übernationalistische) Jugend angeht, so hat sie sich auch verändert: auf einer Presse-Konferenz wurde erläutert, dass aus den vereinzelten Skinheadgruppen, der Union der nationalistischen Jugend, der Zentrumspartei, der Vertreter der Freiheitsliga Litauens, irgendwelcher "alternativen" Bewegungen und "Vertreter der Zivilgesellschaft" eine neue Bewegung sich formieren wird. Dank einigen Fernsehinterviews, in der Presse und in Internetportalen wurde Marius Kundrotas bekannt, den man als den Leader der neuen Organization - Nationalen Zentrum der Litauer vorstellte.

M. Kundrotas beendete die historische Fakultät des Vilniuser Universität und den Institut für internationale Beziehungen und Politikwissenschaften. Von 1997 ist er politisch aktiv, hat die Mühen nicht gescheut, die Aufmerksamkeit der nationalistischen Kreise auf sich zu lenken: schrieb Artikel auf politische, philosophische, kulturelle und religiöse Themen, nahm an der Herausgabe des nationalistischen Blattes "Ugnis" ("Feuer") teil, kooperierte mit verschiedenen nationalistischen Parteien und der Presse, gründete die Liga der nationalistischen Jugend, stellte sich als Kandidat für Sejm von der Union der völkischen Litauer auf, doch etwas hat gefehlt, um in den Sejm reinzukommen.

Im Jahr 2009 hat M.Kundrotas im Verlag der Vilniuser Pädagogischen Universität ein 636-seitiges Buch herausgegeben "Die Nation auf dem Weg der Jahrhunderte". Das Ziel des Buches ist laut seinen Worten "einer klaren, nachhaltigen, mit Argumenten und Fakten belegten Weltanschauung Reife zu geben und den Weg zu der Verwirklichung zu öffnen".

Der offizieller Begutachter des Aufsatzes "Die Nation auf dem Weg der Jahrhunderte" Mitglied der Litauischen Akademie der Wissenschaften R.Grigas nannte M.Kundrotas den Apostel der Nation. Der Autor der nationalistischen Artikel in der Presse Professor Voveriene, auch ein Begutachter des Buches sagte, dass M. Kundrotas ein Held sei und sein Buch "ein Wegführer für kommende Generationen, und es muss auf jedem Tisch einen echten Litauers stehen". Interessant ist, dass die Begutachter des Buches, die Herausgeber und die Sponsoren alle in der historischen Fakultät des Vilniuser pädagogischen Universität arbeiten, wo sie die künftigen Lehrer "erleuchten", die in den Schulen in die unreifen Köpfe der Heranwachsenden diese "Weltanschauung" einflössen werden.

Wegen des gesetzlichen Verbotes der Benutzung der Nazisymbolik während des Marsches am 11. März hat der Nationalen Zentrum der Litauer (NZL) eine neue Symbolik der Organization demonstriert.

Die Teilnehmer des Marsches trugen eine Fahne, die von der Hitlerfahne sich in der Farbe unterscheidet: sie ist nicht rot, aber weiss. Doch die Komposition kopiert die Hitlerfahne: In beiden Fahnen ist in der Mitte ein Kreis, von dem horizontal und vertikal Linien weggehen, in der Nazi-Version schwarze, in der nationalistischen nach rechts-links die Farben des nationales Trikolores, oben-unten das Trikolore des Klein-Litauens. In beiden Fahnen ist in dem Kreis eine Swastika. Doch in der Nazi-Fahne ist sie schwarz und 4-füssig, in der nationalistischen eine rote dreifüssige, wobei die Füsse der roten Swastika an Flammenzungen erinnern.

Und es gibt noch eine Neuigkeit - weisse Armbinde mit der roten dreifüssen Swastika bei einigen Mitgliedern des NZL - das ist eine symbolische Verbindung des Mitglieds der Organization mit ihrer Fahne. Armbinden als Kopie der Nazi-fahne hatten auch die SS-Leute.

Leute, die tödliche Angst während der ersten Tage der Nazibesetzung Litauens erlebt haben, waren schockiert, als sie die weissen Armbinden am 11. März 2010 sahen: mit weissen Armbinden sind am 23.Juni 1941 die Mitglieder des Fronts der litauischen Aktivisten (FLA) sogenannte "Weissbinden" ("baltaraisciai") mit den Waffen auf die Strassen der Städte und Dörfer gegangen sind und anfingen jüdische Häuser, Läden, Lädchen zu plündern und zu zerstören, mit sadistischen Grausamkeit Juden zu töten bevor die nazistischen Armeen eintrafen. Wie der litauisch-amerikanischer Historiker Saulius Suziedelis bezeugt, "In Litauen fing die Verfolgung und Ermordung der Juden in den ersten Stunden der nazistischen Okkupation an". Von 1941 bis 1944 haben die Weissbinden, wie auch anderer Nazihelfer straflos unbewaffnete, schutzlose friedliche Leute getötet - die Juden Litauens, Ukraine, Weissrusslands, Polens. Unter der Führung der Nazimächte haben sie Litauen mit dem Blut tausender Getöteten überschwemmt, verwandelten das Land in ein gigantisches jüdisches Friedhof, in dem es 240 Orte der Massengräber gibt mit 220 tausend begrabenen Juden. Nicht zufällig gab ihnen das litauische Volk den Namen "zydsaudziai" (Judentöter). In 1944 "verschwanden" die Mitglieder der FLA, als ob wie verdunsteten. Es gibt Gründe zu glauben, dass diejenigen, die es nicht geschafft haben mit den rückziehenden Nazis zu fliehen, bei den litauischen Partisanen 1944-1953 gekämpft haben.

Nach der Forderung des Unterzeichners des Aktes über die Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens, dem Mitglied der Fraktion "Vaterlandsunion - Christliche Demokraten) in Sejm Kazimieras Uoka, hat die Vilniuser Selbstverwaltung den Ultranationalisten erlaubt, den Marsch durchzuführen.

K. Uoka ist früherer Leiter der radikalen National-Demokratischen Partei, er sympathisiert öffentlich mit den Nationalisten. Er marschierte mit ihnen einen Teil des Weges. An dem Marsch nahm auch der Unterzeichner des Aktes der Wiederherstellung der Unabhängigkeit R.Ozolas teil, noch ein Gutachter des Buches von M. Kundrotas.

Der Marsch des Nationalen Zentrums der Litauer war eigentlich eine Werbung der reformierten ultranationalistischen Organization, die in der Lage ist, nicht nur die Rolle des nationalistischen Schreckens zu spielen, hooliganische Vergehen zu begehen und zu Rassen- und Fremdenhass aufzurufen, sondern auch ernsthaftere Aufgaben ausführen kann, die die Leitung an sie stellt.

Dieses Jahr hat der Marsch, der von dem Nationalen Zentrum der Litauer organisiert wurde, nicht nur am Tag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens am 11.März in Vilnius stattgefunden, sondern auch am Tag der Ausrufung der Unabhängigkeit Litauens (16. Februar 1918) in Kaunas. In Vilnius endete der Marsch mit einem Meeting neben dem Museum des Genozids der Einwohner Litauens, wo Holocaust nicht vertreten ist, währenddessen 95% der litauischen Juden ermordet wurden. Hier, vor den litauischen "Nationalisten" trat ihr Ideenträger aus Deutschland in seiner Muttersprache auf. Seine Rede machte grossen Eindruck, besonders wenn man sich erinnert, dass im Museumsgebäude während des Krieges nur deutsche Sprache erklang, dort befand sich Gestapo.

Jetzt müssen nur noch die Klaipedaer Verehrer des Nationalen Zentrums der Litauer solche Märsche in ihrer Stadt durchführen. Es gibt auch ein passendes Datum, der 29. März: An diesem Tag 1939 kam Hitler nach Klaipeda, um dieses an Deutschland wiederangeschlossenes Gebiet Memel zu nennen. Nicht umsonst wird alljährlich mal in Klaipeda, mal in Vilnius, mal in Kaunas am Geburtstag des Führers die rote Fahne mit dem schwarzen Hakenkreuz und dem weissen Kreis in der Mitte rausgehängt. So hat man auch in diesem Jahr das Geburtstag des Führers gefeiert. In Vilnius schaffte man es die Nazifahnen auf einigen Fahnenmasten am höchsten Punkt der Stadt, auf dem Berg Tauras aufzuhängen. So etwas hat wahrscheinlich noch keine europäische Hauptstadt nach der Beendigung des Zweiten Weltkrieges gesehen.

Samstag, März 12, 2011

11.03.2011 in Vilnius

Wie bereits angekündigt fand am 11. März in Vilnius ein Marsch der litauischen Nationalisten statt. Eine ausführliche Reportage und Analyse wird es später geben, erstmal eine Bildergalerie (von DELFI)



Recht eindeutiges Publikum



Symbole des Nationalsozialismus sind offiziel genauso wie Sowjetsymbole verboten, die Swastika als altbaltisches Symbol aber erlaubt



Litauische Nationale Jugend Union



hat wohl gute Beziehungen zu den deutschen nationalen Jugendorganisationen



Der Mann rechts ist Maik Müller von der NPD in Dresden



"Litauen den Litauern" steht auf dem Transparent, wer die abgebildeten Leute sind, weiss ich leider nicht



Dafür sind die den Transparent tragende Leute recht einfach zuzuordnen



Es waren mehr als 500 Teilnehmer,



die lautstark "Litauen den Litauern" skandierten, das offizielle Motto der Veranstaltung



Ein besonders präsentes Individuum



Und noch einer



Gegenproteste gab es auch,



die in Scharmützeln endeten,



weil einige Demonstranten sich provoziert fühlten und es war ihre Weise zum Ausdruck brachten



Diese junge Leute



waren Vertreter sexuellen Minderheiten, die sich mit den Vertretern der nationalen Minderheiten solidarisch erklärten



Einsame Sitzblockade,



die von der Polizei aufgefordert wurde an den Rand zu gehen, um den Marsch nicht zu blockieren



Und noch ein paar Gegendemonstranten

Mittwoch, August 26, 2009

Appeal to the progressive world community

24th of August, 2009, Vilnius, Lithuania

On the signs of revanshisme and fascisme in Lithuania

On 9th of June, 2009 the Parliament of the Republic of Lithuania gave his initial approval, and at the autumn session which starts in September it plans the final approval of the amendments to the Penal Code of Lithuania which will criminalise public approval, negation,belittling or justification of "genocide committed by communism and fascisme". The draft amendments, if approved, will also criminalise the public "blackmail" of so-called "members of Lithuania's freedom fights movement - volunteer fighters, who in the years 1944 - 1953 were fighting with weapons against soviet occupation". The amendments to the article 154 of the Penal Code, submitted by members of the party "Homeland Union - Lithuanian Christian democrats" Paulius Saudargas and Petras Luomanas, foresee a fine, or a limitation of person's freedom, or arrest, or jailing for up to 3 years.

If these amendments come into force, the Parliament of the Republic of Lithuania, which is currently dominated by Homeland Union - Lithuanian Christian democrats, will: a) equally treat communism and fascisme which are incomparable; b) forbid to raise doubts about the reputation and investigate the biographies of members of so-called "Lithuania's freedom fights movement", although a big part of them were nazi collaborators and took part in mass killings of civil population of Lithuania during the WW II thus committing crime against humanity; many of them, having no choice as the war was coming to its end, were trained by the retreating nazi army and special services for the diversion ant terrorist fights, which they perpetrated also during
the post-war years, mainly against the civilians.

Bearing all this in mind, the mentioned amendments should be regarded as signs of revanshisme and fascisme, as a direct assault against freedom of opinion and human rights, to which there should be a categorical negative reaction. One cannot allow the coming into force of the amendments. The political party "Frontas" and Socialist party of Lithuania appeal to all progressive organisations in the world, to all Parliaments and Governments, to human rights organisations, in particular to those that chase and help bringing to justice hiding war criminals and those that committed crimes against humanity, with the request to react to the intentions of the Parliament of the Republic of Lithuania to approve the mentioned amendments to the Penal Code, by using all possible legal pressure and influence so that the regrettable and shameful amendments do not come into force. We suggest and immediate creation of International Commission for investigation of biographies of "members of Lithuania's freedom fights movement", investigating on a case by case basis and without bias, using information available in different countries. Only by going this way shall we stop the resurrection of facsisme and revanchisme.

Presidium of the political party "Frontas" Board of Socialist
party of Lithuania

Contacts: + 370 698 772 42; + 370 686 902 93; algirdas.paleckis@gmail.com

Freitag, Januar 16, 2009

Unruhen in Litauen

ein paar Tage nach den Unruhen in Lettland ist Litauen an der Reihe. Heute wurde eine Protestdemostration in Vilnius von litauischen Gewerkschaften organisiert. Ca. 7000 Demonstranten skandieren "Litauen" und "Weg mit dem Sejm". Fenster des Sejms wurden zerschlagen, der Oppositionspolitiker Antanas Čebatoriūnas wurde mit einem Gummigeschoss am Bein verletzt, obwohl die Polizei versichert, keine Gummigeschosse zu verwenden zu haben.

Über Litauen kann ich noch weniger sagen, als über Lettland, deswegen nur ein paar Videos: