Samstag, Mai 09, 2015

9. Mai 2015, Tallinner Soldatenfriedhof, Bronzener Soldat

Flüchtlinge gegen Russland

Mit welchem Recht verlangt die estnische Regierung, dass die Flüchtlinge an der Mittelmerküste bleiben sollen, oder in ihre Heimatländer zurückkehren müssen? Das spottet dem Schicksal der zehntausenden estnischen Bürger, die nach dem Zweiten Weltkrieg Zuflucht im Westen fanden. Es gibt Höllen, wo es keine Alternative zur Flucht gibt und unsere Moralpredigten zeugen von größter Abwesenheit von Moral. Die Position Estlands, die die Aufnahme jeglicher Flüchtlinge ablehnt, ist auch politisch kurzichtig. Wir brauchen im Widerstand gegen Russland die Solidarität der westeuropäischen Länder. Fünfzig bis hundert Flüchtlinge würden das Rückgrat Estlands nicht brechen, wären aber ein mächtiges Arguemnt für unsere Zugehörigkeit zu Europa.

Kolumnist Ahto Lobjakas in Postimees

Sonntag, April 26, 2015

Worte der Woche

Wir müssen aggressiv proamerikanisch sein

Jüri Luik, der estnische Botschafter in Russland auf der Lennart Meri Konferenz in Tallinn

Montag, April 06, 2015

Das Ende der Hoffnung

Heute wurden Gerüchte publik, wie die neue estnische Regierung aussehen soll. Es wurde schon im Vorfeld bekannt, dass der einizge russisch-sprachige Minister Ossinovski gewisse Zweifel hatte, ob er noch Bildungsminister sein wollte, doch die heute veröffentlichten Ergebnisse wurden noch schlimmer als gedacht.

Erinnern wir uns: Vor einem Jahr ging die Koalition von Reformisten und IRL in die Brüche und die Sozialdemokraten nahmen den Platz von IRL ein. Der erste russisch-sprachige Minister in der Estnischen Republik wurde Bildungsminister. Das hat sofort Hoffnungen geweckt, dass er die 60-40 Regel zurücknehmen wird, nach der in Gymnasien 60% aller Fächer auf Biegen und Brechen auf Estnisch gelehrt wird. Ossinovski gab Studien in Auftrag, die größtenteils das bestätigten, was die Schüler, Eltern und Lehrer schon immer gesagt haben, es macht keinen Sinn wenn russisch-sprachige Lehrer, russisch-sprachigen Schülern Fächer auf Estnisch unterrichten. Das Vokabular ist viel zu komplex, die Schüler verstehen viel zu wenig und lernen ausser der Sprache kaum was vom Fach selbst. Die Eltern, die die Sprache können, müssen abends den Stoff nochmal mit den Schülern durchgehen, diejenigen, die die Sprache nicht können, haben Pech. Ausser den Studien wurde nichts in Angriff genommen, sondern bis nach den Wahlen verschoben. Bekannt wurde Ossinovski, als wegen ihm der damalige Finanzminister von den Reformisten Jürgen Ligi zurücktreten musste. Er beschimpfte Ossinovski via Facebook als Immigratensohn von der Rosa-Partei, der aufpassen muss, was er sagt. So viel politisch inkorrektes in einem Satz war selbst für die estnische Politik, die eigentlich hart im Nehmen ist, zu viel, also musste Ligi seinen Hut nehmen.

Dreimal dürfen die verehrten Leser raten, wer heute der Bildungsminister geworden ist? Richtig, es ist Jürgen Ligi.

Als wenn das nicht genug wäre, wurde der frühere Verteidigungsminister von IRL Reinsalu, der aus seiner russophobie noch nie einen Hehl gemacht hat, auch noch Justizminister. Das bedeutet, das sämtliche juristischen Kämpfe des Vereins der Russischen Schulen Estlands von vornerein zum Scheitern verurteilt sind.

RIP russische Schulbildung in Estland!

Samstag, April 04, 2015

Worte der Woche

Leb Wohl Europa, ich habe Dich auf meine Art geliebt!

German Sadulaev, der russisch-tschetschenische Schriftsteller, dem estnische Behörden bei seiner Ausreise aus Estland das Schengen-Visum annullierten. War ihre Reaktion auf den Auftritt Sadulaevs beim Presse-Club Impressum.

Ich bin kein junger Mann und kann mich an die sowjetischen Zeiten gut erinnern, als das KGB Jagd auf die Schriftsteller veranstaltete, doch auch im Alptraum konnte ich mir nicht vorstellen, dass KAPO zu so einem vorbildlichen Schüler seiner älteren Kollegen werden wird.

Kalle Käsper, estnischer Schriftsteller als Reaktion auf die Ausweisung Sadulaevs

Montag, März 30, 2015

Bild der Woche

Die drei künftigen Herrscher in Estland, Sven Mikser von SDE, Taavi Rõivas von Reformpartei und Urmas Reinsalu von IRL

Sonntag, März 22, 2015

Liebe Freundinnen und Freunde,
“!ליזאַ רופט” - “Liza ruft!” ist ein Dokumentarfilm über Fania Brancovskaja, die aus dem Wilnaer Ghetto floh und sich den Partisan_innen anschloss. Heute, mit 92 Jahren, ist sie eine der letzten Augenzeug_innen des Holocausts in Litauen und engagiert sich tagtäglich, um die Erinnerung wachzuhalten und historische Gerechtigkeit zu finden. "Liza ruft!" ist das erste Porträt einer ehemaligen jüdischen Partisanin überhaupt.

Nach erfolgreichem Abschluss der Dreharbeiten in Litauen, Israel und Kanada haben wir die Post-Produktion begonnen. Trotz Unterstützung von Einzelspender_innen und Stiftungen, darunter die "Conference on Jewish Material Claims Against Germany", fehlen noch 8000 $. Aus diesem Grunde bitten wir Sie, einen Blick auf unsere Crowdfunding-Kampagne https://www.indiegogo.com/projects/liza-ruft-the-movie zu werfen. Sie finden dort ausführliche Informationen zu unserem Projekt.

Wir glauben, dass Fanias einzigartige Geschichte erzählt und erhalten bleiben muss. Geschichtsrevisionistische Bestrebungen machen dieses Anliegen aktueller denn je. Durch Interviews mit Fania Brancovskaja, ihren Angehörigen und früheren Partisan_innen zeichnet "Liza ruft!” das intime und lebhafte Bild einer außergewöhnlich faszinierenden Frau, einer Persönlichkeit, von der Generationen lernen können.

Weiter Informationen finden Sie auf unserer Website: www.lizaruft.blogspot.de und auf Facebook: www.facebook.com/Liza.ruft

Wir wären Ihnen überaus dankbar, wenn Sie unser Projekt finanziell unterstützen und/oder unser Anliegen an Ihre Community weiterleiten würden.

Herzlichen Dank für Ihre Mühe.

Mit besten Grüßen

Simon Baruch Stein
Co-Produzent

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Dear friends,
“!ליזאַ רופט” - “Liza ruft!” is a documentary about Fania Brantsovskaya, a Vilna Ghetto survivor, former partisan and one of the last witnesses to the Holocaust in Lithuania. At the age of 92 years, she continues her daily struggle to keep the memory alive and find historical justice. "Liza ruft! is the first-ever portrait of a former female partisan.

After successfully completing the filming in Lithuania, Israel and Canada, we have started with the editing. Though we have been supported by a number of individual donors and foundations, i.e. "The Conference on Jewish Material Claims Against Germany" , we are still lacking $ 8000 to complete the post-production. For this reason, we kindly ask you to take a look at our crowdfunding-campaign https://www.indiegogo.com/projects/liza-ruft-the-movie. You will find detailed information on the movie, Fania Brantsovskaya and the filmmakers.

We believe that Fania's unique story has to be brought out to the world and passed on to future generations. Given the current climate of intolerance in Europe, this concern is more urgent than ever. By interviewing Fania Brantsovskaya, her loved ones and former fellow partisans, "Liza ruft!" creates an intimate and vivid picture of an outstandingly fascinating woman, a personality that generations can learn from.

For further information see also our Blog www.lizaruft.blogspot.com and follow us on Facebook: www.facebook.com/Liza.ruft

We are very grateful for any donation and/or for sharing our project with your community.

Thank you very much for your effort.

Best wishes,

Simon Baruch Stein
Co-Producer

Documentary film project Liza ruft!
c/o FilmArche e.V.
Lahnstraße 25
12055 Berlin
Germany

Phone: +49 172 18 79 400 (Simon Stein, Co-Producer)

E-Mail: lizaruft.film@gmail.com
Follow us on: http://lizaruft.blogspot.com
Join us on Facebook: http://facebook.com/Liza.ruft

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Diana Schäfer
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Samstag, März 21, 2015

Bild des Tages

Reaktion des estnischen Präsidenten Toomas Ilves auf die Frage warum die EU-Abgeordneten Yang Tool aus Estland und Tatjana Zhdanok aus Lettland Interessen Russlands vertreten.