die linke Junge Welt hat ein Artikel über die Aufmärsche der Veteranen der Waffen-SS in Lettland und Litauen veröffentlicht. Auch Estland wird erwähnt.
SS-Ehrung per Gesetz?
Posts mit dem Label Veteranen der Waffen-SS werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Veteranen der Waffen-SS werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, März 01, 2012
Freitag, Februar 03, 2012
Kämpfer für die Unabhängigkeit Estlands (Fortsetzung 2)
Langsam wird es klarer, wer denn so alles als estnischer Freiheitskämpfer durchgeht. Diese Woche hat der estnische Präsident Ilves Staatsauszeichnungen für den Dienst für Estland vergeben. Insgesamt waren das 99 Auszeichnungen, doch nur 91 Namen wurden der Presse mitgeteilt. Auf der offiziellen Seite des Präsidenten sehen wir, dass neben solchen bekannten Personen wie George Walker Bush und Ljudmilla Aleksejeva, noch folgende Leute ausgezeichnet werden, deren Namen aus irgendeinem Grund nicht an die Presse weitergegeben werden:
Uno Jaks - vabadusvõitleja
Arnold Kruusamägi - vabadusvõitleja
vabadusvõitleja bedeutet Kämpfer für die Freiheit.
Geben wir doch mal den Namen Uno Jaks in Google ein und schauen wer das ist. Recht schnell findet man die Seite der Läänemaa Vabadusvõitlejate Ühendus, also der Organization der Freiheitskämpfer in Läänemaa. Als erstes fällt der Symbol der estnischen Legion auf, das Foto der Mitglieder ist zwar nicht da, aber unten sieht man die Namen. Es wird also ein Mitglied der estnischen Legion der Waffen-SS mit estnischen Ehrabzeichen ausgezeichnet. Ist übrigens nicht das erste Mal, wie ein Archiv eines Veteranen der Waffen-SS beweist, wurde schon 2002 ein gewisser Eldor Jaanisoo mit dem Adlerkreuz der V. Stufe ausgezeichnet. Auf dem Formular für die Begründung stand: "Dienst in der 20. Division SS". Und er ist bei weitem nicht der einzige.
Uno Jaks - vabadusvõitleja
Arnold Kruusamägi - vabadusvõitleja
vabadusvõitleja bedeutet Kämpfer für die Freiheit.
Geben wir doch mal den Namen Uno Jaks in Google ein und schauen wer das ist. Recht schnell findet man die Seite der Läänemaa Vabadusvõitlejate Ühendus, also der Organization der Freiheitskämpfer in Läänemaa. Als erstes fällt der Symbol der estnischen Legion auf, das Foto der Mitglieder ist zwar nicht da, aber unten sieht man die Namen. Es wird also ein Mitglied der estnischen Legion der Waffen-SS mit estnischen Ehrabzeichen ausgezeichnet. Ist übrigens nicht das erste Mal, wie ein Archiv eines Veteranen der Waffen-SS beweist, wurde schon 2002 ein gewisser Eldor Jaanisoo mit dem Adlerkreuz der V. Stufe ausgezeichnet. Auf dem Formular für die Begründung stand: "Dienst in der 20. Division SS". Und er ist bei weitem nicht der einzige.
Donnerstag, März 17, 2011
Riga 16.03.2011
Wie bereits im Artikel von Maksim Reva angekündigt, fand am 16.03 wieder der alljährliche Marsch der Veteranen der lettischen Waffen-SS und ihrer Anhänger durch den Rigaer Zentrum statt. Teilgenommen haben nach Einschätzung der Polizei 2500-3000 Menschen, wohl etwas mehr, als in Jahren zuvor. Man sieht auf den Photos viele junge Menschen, es wurden auch Kinderwägen gesichtet, es kann also nie früh genug mit der rechten Erziehung begonnen werden.
Wie schon in Jahren zuvor gab es Schwarze Listen, auf denen die Namen von Personen standen, die während der Märsche nicht nach Lettland einreisen dürfen, da man von ihnen Gefährdung der öffentlichen Ordnung erwartet. Es betrifft wiedermal nur die Gegenseite, bei dem Marsch wehten viele estnische und litauische Fahnen, diese Gäste sind also willkommen. Leichte Hoffnung auf die Einstellung dieser Praxis weckt der Fall Johan Bäckman, finnischer Staatsbürger, dem die Einreise nach Estland am 9.Mai untersagt wurde, mit der Begründung er könne einen Staatsumsturz planen. Er hat den estnischen Staat verklagt und vom estnischen Gericht Recht bekommen. Diesmal waren die Grenzbeamten und die Polizei fest entschlossen, keine ausländischen Antifaschisten zu den Protesten zuzulassen. Maksim Reva konnte zwar problemlos einreisen, wurde aber vom der Immigrationsbehörde am 15.03 verhaftet, zum jetzigen Zeitpunkt ist immer noch nicht klar wo er ist. Der Vorsitzende von Notchnoj Dozor Sergej Tchaulin, drei andere Mitglieder der Organisation und die Journalistin und Filmproduzentin Julia Maspanova wurden an der Grenze angehalten. Bereits in Tallinn und in Pärnu observiert wurde Dmitirj Linter, der auch nicht weit gekommen ist. Wie lettischen Aktivisten berichten, wurden sie in einem Cafe von der Polizei festgesetzt mit der Androhung der sofortigen Festnahme, sobald sie den Versuch unternehmen, aus dem Cafe rauszugehen.
Nichtdestotrotz wurden ca. 100 Gegendemostranten gezählt. Die Art der Proteste hat eine gewisse Vewunderung ausgelöst, warum müssen abgehackte Schweineköpfe hochgehalten werden? Was symbolisieren sie eigentlich?
Der Marsch der Veteranen wurde von einem Polizeikordon abgeschirmt. Es nahmen auch Mitglieder des Parlaments daran teil.
Hier einige Photos:


Polizeiabsperrung während des Marsches


Manche Balten sind willkommen, andere dagagen nicht

Viele Veteranen sind über 90, aber der Nachwuchs kommt auch schon


Am Ende des Marsches werden Blumen an den Freiheitsdenmal abgelegt


Das sind die Gegendemonstranten


Was die abgehackten Schweineköpfe mit Galgenstrick im Mund symbolisieren sollen ist mir nicht wirklich klar.
Wie schon in Jahren zuvor gab es Schwarze Listen, auf denen die Namen von Personen standen, die während der Märsche nicht nach Lettland einreisen dürfen, da man von ihnen Gefährdung der öffentlichen Ordnung erwartet. Es betrifft wiedermal nur die Gegenseite, bei dem Marsch wehten viele estnische und litauische Fahnen, diese Gäste sind also willkommen. Leichte Hoffnung auf die Einstellung dieser Praxis weckt der Fall Johan Bäckman, finnischer Staatsbürger, dem die Einreise nach Estland am 9.Mai untersagt wurde, mit der Begründung er könne einen Staatsumsturz planen. Er hat den estnischen Staat verklagt und vom estnischen Gericht Recht bekommen. Diesmal waren die Grenzbeamten und die Polizei fest entschlossen, keine ausländischen Antifaschisten zu den Protesten zuzulassen. Maksim Reva konnte zwar problemlos einreisen, wurde aber vom der Immigrationsbehörde am 15.03 verhaftet, zum jetzigen Zeitpunkt ist immer noch nicht klar wo er ist. Der Vorsitzende von Notchnoj Dozor Sergej Tchaulin, drei andere Mitglieder der Organisation und die Journalistin und Filmproduzentin Julia Maspanova wurden an der Grenze angehalten. Bereits in Tallinn und in Pärnu observiert wurde Dmitirj Linter, der auch nicht weit gekommen ist. Wie lettischen Aktivisten berichten, wurden sie in einem Cafe von der Polizei festgesetzt mit der Androhung der sofortigen Festnahme, sobald sie den Versuch unternehmen, aus dem Cafe rauszugehen.
Nichtdestotrotz wurden ca. 100 Gegendemostranten gezählt. Die Art der Proteste hat eine gewisse Vewunderung ausgelöst, warum müssen abgehackte Schweineköpfe hochgehalten werden? Was symbolisieren sie eigentlich?
Der Marsch der Veteranen wurde von einem Polizeikordon abgeschirmt. Es nahmen auch Mitglieder des Parlaments daran teil.
Hier einige Photos:


Polizeiabsperrung während des Marsches


Manche Balten sind willkommen, andere dagagen nicht

Viele Veteranen sind über 90, aber der Nachwuchs kommt auch schon


Am Ende des Marsches werden Blumen an den Freiheitsdenmal abgelegt


Das sind die Gegendemonstranten


Was die abgehackten Schweineköpfe mit Galgenstrick im Mund symbolisieren sollen ist mir nicht wirklich klar.
Abonnieren
Posts (Atom)
